Für den Checkout eines Online-Shops verkettet eine Testmenge mehrere Testfälle: Testfall 1 fügt einen Artikel zum Warenkorb hinzu (Nachbedingung: Artikel ist im Warenkorb), Testfall 2 fährt mit dem Versand fort (Vorbedingung: Artikel im Warenkorb; Nachbedingung: Lieferadresse gespeichert), Testfall 3 schließt die Zahlung ab (Vorbedingung: Versand gespeichert). Die Nachbedingung eines Tests wird zur Vorbedingung des nächsten — genau das macht die Gruppe zu einer Testmenge und nicht zu einer beliebigen Sammlung.
Was ist eine Testmenge? Eine Menge mehrerer Testfälle für eine Komponente oder ein System unter Test, bei der die Nachbedingung eines Tests häufig als Vorbedingung des nächsten verwendet wird.
Wie unterscheidet sich eine Testmenge von einer Testsuite? Eine Testsuite ist eine allgemeine Sammlung von Testfällen für eine Komponente oder ein System. Eine Testmenge betont gezielt die Kette aus Vor- und Nachbedingungen zwischen ihren Testfällen — die Ausführungsreihenfolge ist entscheidend.
Ist die Reihenfolge der Testfälle in einer Testmenge wichtig? Ja. Da die Nachbedingung eines Tests die Vorbedingung des nächsten speist, kann die Ausführung in falscher Reihenfolge die späteren Tests ungültig machen.
Was passiert, wenn ein Test in der Mitte der Menge fehlschlägt? Der Fehlschlag unterbricht die Kette — spätere Tests können fehlschlagen, weil ihre Vorbedingungen nicht erfüllt sind, nicht weil die Software fehlerhaft ist. Tester müssen Fehlschläge in einer Menge mit dieser Abhängigkeit im Hinterkopf interpretieren.
Werden Testmengen beim automatisierten Testen verwendet? Ja, Automatisierungsframeworks modellieren das explizit: Eine Testmenge ist eine Folge abhängiger Testfälle, und Frameworks melden die Kettenposition jedes Fehlschlags.