Comprehensive literature review on test planning activities, steps, and deficiencies in software testing process
Ein Testkonzept ist der Vertrag, an dem sich ein Testteam während eines Releases orientiert. Ein typisches Testkonzept für ein E-Commerce-Checkout-Release legt den Umfang fest (Warenkorb, Zahlungen, Bestellbestätigung), die Vorgehensweise (risikobasiertes Testen für die Zahlungsintegration), die Ressourcen (zwei Tester, eine Testumgebung mit einem Sandbox-Zahlungsgateway) und den Zeitplan (drei Wochen, mit Austrittskriterien, die an Fehlerdichte und Testabdeckung gekoppelt sind). Es hält außerdem die einzusetzenden Testentwurfsverfahren fest — zum Beispiel Äquivalenzklassenbildung für das Rabattfeld — sowie die Eintrittskriterien, die erfüllt sein müssen, bevor das Testen beginnt.
Ist ein Testkonzept dasselbe wie eine Teststrategie? Nein. Eine Teststrategie ist eine übergeordnete, organisationsweite Beschreibung der Teststufen und des Testens innerhalb dieser Stufen, während ein Testkonzept diese Strategie auf ein bestimmtes Projekt oder Programm anwendet. Man kann sagen: Strategie = Richtlinie, Testkonzept = Umsetzung.
Wer schreibt das Testkonzept? In der Regel der Testmanager oder Testleiter, in Abstimmung mit den Stakeholdern. Das Testkonzept ist ein Ergebnis des Testplanungsprozesses und kein Ein-Personen-Dokument.
Braucht jedes Projekt ein vollständiges Testkonzept? Die Tiefe sollte zur Größe und zum Risiko des Projekts passen. Ein kleines Wartungsrelease kann ein schlankes Testkonzept rechtfertigen; ein sicherheitskritisches System benötigt ein detailliertes mit expliziten Eintritts- und Austrittskriterien.
Was passiert, wenn sich der Zeitplan verzögert? Ein gutes Testkonzept ist ein lebendes Dokument. Umfang, Vorgehensweise, Ressourcen und Zeitplan werden mit den Stakeholdern neu verhandelt, und die aktualisierte Begründung wird festgehalten — genau deshalb benennt das Testkonzept Risiken, die eine Notfallplanung erfordern.