Ein Testfall für ein Anmeldeformular mit einer maximalen Passwortlänge von 16 Zeichen könnte so aussehen: Vorbedingungen — das Konto existiert und der Browser befindet sich auf der Anmeldeseite; Eingabewerte — Benutzername jdoe, Passwort mit exakt 16 Zeichen; erwartetes Ergebnis — erfolgreiche Anmeldung und Weiterleitung zum Dashboard; Nachbedingungen — die Sitzung wird erstellt. Ein zweiter Testfall mit einem 17-stelligen Passwort erwartet eine Fehlermeldung. Jeder Testfall wird für ein bestimmtes Ziel geschrieben, etwa um einen bestimmten Programmablauf zu durchlaufen oder die Übereinstimmung mit einer Anforderung zu verifizieren.
Was ist der Unterschied zwischen einem Testfall und einem Testszenario? Ein Testszenario ist ein Dokument, das eine Abfolge von Aktionen zur Durchführung eines Tests festlegt; ein Testfall ist die konkrete Menge aus Eingabewerten, Vorbedingungen, erwarteten Ergebnissen und Nachbedingungen, die für ein bestimmtes Ziel entwickelt wurde. Aus einem Szenario können mehrere Testfälle abgeleitet werden.
Brauchen Testfälle immer erwartete Ergebnisse? Ja — ein erwartetes Ergebnis ist das, was einen Testfall überprüfbar macht. Ohne es kann man nicht zwischen einem bestandenen und einem ergebnislosen Durchlauf unterscheiden.
Was ist eine Testmenge? Eine Testmenge ist eine Gruppe von Testfällen, bei der die Nachbedingung eines Tests häufig zur Vorbedingung des nächsten wird und so eine Kette von Ausführungen entsteht.
Werden Testfälle nur beim manuellen Testen verwendet? Nein. Auch automatisierte Tests sind als Testfälle organisiert — das Skript setzt Eingabewerte, Vorbedingungen, erwartete Ergebnisse und Nachbedingungen programmatisch um.