Ein Testfall für die Anmeldefunktion schlug fehl, weil ein Fehler bei der Passwortvalidierung gefunden wurde. Der Entwickler behebt den Fehler. Beim Fehlernachtest wird derselbe Testfall erneut ausgeführt, um zu verifizieren, dass die Korrekturmaßnahme gewirkt hat: Die Anmeldung gelingt jetzt, und der zuvor fehlgeschlagene Testfall besteht. Beachten Sie, dass der Fehlernachtest nur die fehlgeschlagenen Tests erneut ausführt — das Verifizieren unveränderter Funktionalität ist der Regressionstest.
Was ist der Unterschied zwischen Fehlernachtest und Regressionstest? Der Fehlernachtest führt Testfälle aus, die beim letzten Durchlauf fehlgeschlagen sind, um zu verifizieren, dass Korrekturmaßnahmen erfolgreich waren. Der Regressionstest testet zuvor getestete, unveränderte Funktionalität, um sicherzustellen, dass die Änderung keine neuen Fehler eingeführt hat. Nach einer Korrektur sind beide erforderlich.
Wird der Fehlernachtest auch Bestätigungstest genannt? Das ISTQB-Glossar behandelt sie als verwandte Begriffe: Der Bestätigungstest ist dasselbe Konzept — verifizieren, dass ein Fehler behoben ist — und beide grenzen sich vom Regressionstest ab. In vielen Lehrplänen werden die Begriffe austauschbar verwendet.
Wann wird der Fehlernachtest durchgeführt? Nach einer Fehlerkorrektur, bevor die Korrektur abgenommen wird. Üblicherweise folgt danach ein Regressionstest der umgebenden Funktionalität.
Kann der Fehlernachtest automatisiert werden? Ja. Der zuvor fehlgeschlagene automatisierte Testfall wird erneut ausgeführt — idealerweise als Teil einer CI-Pipeline, die auch die Regressionssuite ausführt.